Mario Mewes
Mario Mewes

Schlaganfall: Umfassende Nachsorge wichtig ...

 

Viele Menschen, die einen Schlaganfall überleben, fühlen sich anschließend mit ihrer Krankheit allein gelassen, einige leiden an Depressionen. Dabei brauchen sie eine strukturierte Nachsorge: Information, Motivation und soziale Kontakte. Wichtig ist nicht nur die Akutversorgung in einer spezialisierten Stroke Unit, sondern auch ein langfristiges Behandlungskonzept.

Schlaganfall: Umfassende Nachsorge wichtig
Nach einem Schlaganfall fühlen sich viele Betroffene alleingelassen. Die Familie ist überfordert, Ärzte haben lange Wartezeiten. Selbsthilfegruppen können helfen.
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Schnell mit der Reha beginnen
Nach einem Schlaganfall bleiben oft Lähmungen, Wahrnehmungs- und Sprechstörungen zurück. Um Langzeitschäden so gering wie möglich zu halten, sollte möglichst schon in den ersten Tagen in der Klinik mit Reha-Maßnahmen begonnen werden. Oft treten zum Beispiel gefährliche Schluckstörungen auf, die in der Frühphase erkannt und behandelt werden müssen. Doch auf einen Reha-Platz müssen viele Betroffene lange warten. Nach Ansicht von Experten kann sich das Gehirn in den ersten drei Monaten nach dem Schlaganfall am besten regenerieren.
Stationäre Reha oft empfehlenswert
Nach der Akuttherapie in der Klinik haben Betroffene in der Regel Anspruch auf eine Anschlussbehandlung. Ob diese stationär oder ambulant erfolgt, entscheidet der medizinische Dienst der Krankenkassen auf Grundlage der ärztlichen Berichte. Häufig wird eine stationäre Behandlung empfohlen. Die Gründe:
 • Viele Betroffene erleiden nach der Akutversorgung einen erneuten Schlaganfall.
 • Häufig auftretende Hirnleistungsstörungen werden in einer ambulanten Reha oft nicht erkannt oder nur unzureichend behandelt.
Bei den Hirnleistungsstörungen handelt es sich häufig um Aufmerksamkeits-, Merkfähigkeits- und vor allem Kurzzeitgedächtnisstörungen sowie ein verlangsamtes Reaktionsvermögen.
Elemente einer langfristigen Therapie
Die Dauer der Rehabilitation sollte sich nach der Schwere der Beeinträchtigungen richten. Viele Betroffene fühlen sich im Alltag überfordert, zum Beispiel mit organisatorischen Dingen. Auch Partner, Kinder und Freunde verhalten sich oft falsch, indem sie Betroffenen zu schnell Dinge abnehmen - aus Hilfsbereitschaft oder Ungeduld. Oft vergehen nach einem Schlaganfall viele Monate, bis der Alltag wieder funktioniert. Viele Betroffene kommen dabei nur in kleinen Schritten voran. Wichtige Elemente einer Therapie sind:
 • In der ersten Phase zu Hause können Psychotherapie und Antidepressiva helfen, Existenzängste und Depressionen zu reduzieren. Die Medikamente enthalten Wirkstoffe, die sich in der Behandlung von Schlaganfällen bewährt haben: Sogenannte Serotoninwiederaufnahmehemmer helfen gegen Depressionen und fördern die motorische Rehabilitation.
 • Eine Physiotherapie ist entscheidend für die Wiederherstellung der motorischen Fähigkeiten: Der Arzt kann nach einem Schlaganfall innerhalb eines Jahres maximal 30 Mal Krankengymnastik verschreiben. Darüber hinaus müsste der Arzt einen Antrag bei der Krankenkasse mit besonderer Begründung stellen. Betroffene sollten täglich selbst üben, zu Hause oder im Sportverein.
 • Auch die Aufmerksamkeit und Konzentration sollten trainiert werden, damit Betroffene wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Viele Selbsthilfegruppen bieten entsprechende Übungsgruppen an.

Interview: Nachsorge bei Schlaganfall
Welche Therapien sind nach einem Schlaganfall wichtig? Wann sind Anti-Depressiva sinnvoll? Wo findet man Ansprechpartner? Dr. Gabriele Bender gibt Tipps.
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Weitere Informationen

Schlaganfall: Symptome und Behandlung
Meist kommt er plötzlich und oft ist er lebensgefährlich: der Schlaganfall. Akute Lähmungserscheinungen, Seh- oder Sprachstörungen sind die Folgen. mehr
Interviewpartner
Interviewpartnerin im Studio:
Dr. Gabriele Bender
Ärztliche Direktorin und
Leitende Ärztin der Neurologie
RehaCentrum Hamburg
Martinistraße 66, 220246 Hamburg
Tel. (040) 25 30 63-0, Fax (040) 25 30 63-399
E-Mail: neurologie@rehahamburg.de
Internet: www.rehahamburg.de

Interviewpartner im Beitrag:
Prof. Dr. Günter Seidel, Neurologe
Chefarzt Klinik für Neurologie mit überregionaler Stroke Unit und neurologischer Frührehabilitation
Asklepios Klinik Nord – Heidberg
Tangstedter Landstraße 400, 22417 Hamburg
Tel. (040) 18 18 87-30 76
Internet: www.asklepios.com

Maike Krause, Ergotherapeutin
Exerzierplatz 34, 24103 Kiel
Internet: www.ergotherapie-exer.de

Weitere Informationen:
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Schulstraße 22, 33311 Gütersloh
Tel. (05241) 97 70-0, Fax (05241) 97 70-777
E-Mail: info@schlaganfall-hilfe.de
Internet:www.schlaganfall-hilfe.de

Patientenpass zum Herunterladen:
Internet: www.schlaganfall-hilfe.de

Kompetenznetz Schlaganfall
Internet: www.kompetenznetz-schlaganfall.de

Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Reinhardtstraße 27c, 10117 Berlin
Tel. (030) 531 437-931, Fax (030) 531 437-939
Internet: www.dsg-info.de
Dieses Thema im Programm:
 

Der Schlaganfall 

 

auch Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult genannt

ist ein medizinischer Notfall und betrifft vor allem ältere Menschen.

 

Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

 



Auslöser für einen Schlaganfall ist entweder ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes im Gehirn (Hirnthrombose oder Hirnembolie) oder eine Hirnblutung. In beiden Fällen erhält das betroffene Hirngewebe zu wenig Sauerstoff und stirbt ab. Wichtigster Risikofaktor für einen Hirninfarkt ist Bluthochdruck. In Deutschland zählt der Hirnschlag neben Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen zu den häufigsten Todesursachen.

Die Symptome bei einem Schlaganfall richten sich nach der betroffenen Region im Gehirn. Häufig kommt es zur halbseitigen Lähmung und zu Sprachstörungen. Treten solche sogenannten neurologischen Ausfälle nur vorübergehend und ohne bleibenden Schaden zu hinterlassen auf, kann es sich um eine Vorstufe eines Schlaganfalls handeln. Die Apoplex-Behandlung zielt in den ersten Stunden der Erkrankung darauf ab, die Sauerstoffversorgung der betroffenen Hirnregion wiederherzustellen, damit möglichst wenig Hirngewebe Schaden nimmt.

Langfristig kann nach einem Schlaganfall eine konsequent durchgeführte Rehabilitation zur Besserung oder gar Rückbildung der Symptome beitragen.

Weiterlesen: Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult): Definition



Rehabilitation nach Schlaganfall

 

Das Alten- und Pflegeheim „Haus der Ruhe“ ist auf die Behandlung von Schlaganfall-Patienten spezialisiert

 

„Nach einem Schlaganfall ist nichts mehr, wie es vorher war“ – dieser Ausspruch eines Betroffenen drückt in knappen Worten aus, wie tiefgreifend diese schwere Krankheit das Leben verändern kann.

Das Seniorenheim „Haus der Ruhe“ hat sich auf die Pflege und Betreuung von Schlaganfall-Patienten spezialisiert und arbeitet in der Nachrehabilitation von Schlaganfall-Patienten Hand in Hand mit dem integrierten Therapiezentrum „Ergophysica“ zusammen.

Das Seniorenheim „Haus der Ruhe“ möchte Erkrankten, Angehörigen und behandelnden Ärzten hier sein spezielles Konzept zur Behandlung von Schlaganfall-Erkrankten vorstellen. Dabei erarbeitet ein interdisziplinäres Team aus Therapeuten und Pflegepersonal des Seniorenheims und externen Kooperationspartnern, wie Fachärzten, Logopäden und Sanitätshäusern, umfassende rehabilitative Maßnahmen für Schlaganfall-Patienten und führt sie gemeinsam durch.
Fordern Sie jetzt die neue Infobroschüre „Nachrehabilitation von Schlaganfall-Patienten” unter Telefon 05131/706-0 an oder lesen Sie die Infobroschüre Haus der Ruhe: Nachrehabilitation bei Schlaganfall-Patienten (PDF) hier.

 

„Wir möchten helfen, den Zustand vor dem Schlaganfall wiederherzustellen“

 

Für die Betroffenen bedeuten die körperliche Einschränkungen und psychischen Folgen nach einem Schlaganfall oft einen erheblichen Verlust von Lebensqualität und Lebensfreude. Auch für die Familie des Erkrankten zieht ein Schlaganfall oft drastische Veränderungen nach sich, da die meisten Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus und der Rehabilitation häufig sehr lange Unterstützung durch ihre pflegenden Angehörigen brauchen.

Das Ziel einer weiteren Behandlung, d. h. einer Nachrehabilitation nach dem Aufenthalt in einem Krankenhaus oder einer Reha-Klinik, ist, ein Maximum an Lebensqualität zu sichern und eine größtmögliche Selbstständigkeit in allen Bereichen des Lebens aufrechtzuerhalten oder zu erreichen.



Schlaganfall (Apoplex)

 

Alles über den Schlaganfall im Kurz-Überlick: Zahlen, Definition, Ursachen, Risikofaktoren, erste Hilfe, Therapie, Rehabilitation und Vorbeugen. Genaueres finden Sie auf den folgenden Seiten

 

 

Was ist  ein Schlaganfall?

 

Wichtig: Jeder Schlaganfall ist ein akuter Notfall. Betroffene müssen schnellstmöglich in ein Krankenhaus mit einer speziellen Schlaganfallstation (Stroke unit) eingeliefert werden! (siehe Symptome und erste Hilfe)

 

Zahlen und Fakten

 

Der Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache. In Deutschland erleiden etwa 200.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Das Durchschnittsalter bei Männern liegt bei 70 Jahren, bei Frauen sind es 75 Jahre. Doch auch Jüngere kann es treffen: Etwa zehn Prozent der Schlaganfälle treten bei unter 40-Jährigen auf. Selbst Neugeborene und Kinder erkranken – etwa 300 im Jahr, so schätzt man.

 

 

Ursachen: Was passiert beim Schlaganfall im Körper?

 

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Minderversorgung des Gehirns mit Blut. Die Gehirn-Zellen werden so nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Sie drohen abzusterben. Das betroffene Gehirnareal kann seine Funktion nicht mehr erfüllen, was die Störung bestimmter Gehirn- und Nerven-Funktionen (siehe Symptome) zur Folge hat.

Man unterscheidet zwei Haupt-Ursachen der Gehirn-Minderdurchblutung: Meist sind Blutgefäße „verstopft“, beispielsweise durch Arteriosklerose oder einen Embolus (verschlepptes Blutgerinnsel). Hier spricht man vom ischämischen Schlaganfall. Seltener kommt der hämorrhagische Schlaganfall vor, dessen Ursache eine Gehirnblutung ist.

 

Risikofaktoren: Wer ist Schlaganfall-gefährdet?

 

Menschen ab 60 Jahren haben ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Aber auch junge Menschen sollten die Symptome ernst nehmen und umgehend von einem Arzt abklären lassen.  Wachsam sollte vor allem sein, wer einen oder mehrere der folgenden Risikofaktoren aufweist: Arteriosklerose (siehe Ursachen), hoher Blutdruck, hoher LDL-Cholesterinspiegel, hoher Homozysteinspiegel, Diabetes, Übergewicht, Rauchen, Einnahme der Antibabypille (insbesondere in Verbindung mit Rauchen) und ein Schlaganfall bei Verwandten ersten Grades vor dem 66. Lebensjahr. Auch bestimmte Herzerkrankungen und Thromboseneigung begünstigen einen Schlaganfall.

 

Symptome: Wie äußert sich ein Schlaganfall?

 

Je nach betroffenem Gehirnareal variieren Symptome und Schweregrad: Während beim einen lediglich der Mundwinkel etwas hängt, kann der andere schlagartig nicht mehr sprechen, sieht nichts mehr oder kann Arm oder Bein nicht mehr bewegen. Typischerweise treten die Beschwerden einseitig auf. Dauern derartige Symptome nur kurz und bilden sich vollständig zurück, spricht man vom Schlaganfall-Vorboten TIA, der auch bei jungen Menschen einer umgehenden ärztlichen Abklärung bedarf. (siehe Symptome)

 

Prävention: Wie beugt man dem Schlaganfall vor?

 

Viele der genannten Ursachen kann man durch eine gesunde Lebensweise vermindern oder sogar beseitigen. Bewegung, Übergewichts-Reduktion sowie eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse sind wichtige Elemente. Bei vielen Grunderkrankungen sind auch Medikamente nötig. Nehmen Sie diese unbedingt regelmäßig wie vom Arzt verordnet ein.

 

Therapie: Wie wird der Schlaganfall behandelt?

 

In der Notfall-Therapie versucht der Notarzt, Atmung, Kreislauf und Bewusstsein wieder herzustellen. Dazu gibt er Sauerstoff und kreislaufstabilisierende Medikamente, und stellt Blutdruck und Blutzucker ein. In der Klinik wird dann ein Notfall-Computertomogramm (CT, Computertomographie) gemacht, um über die weitere Therapie  zu entscheiden. Je nach Ursache wird die Blutung gestoppt oder die Gefäßverstopfung gelöst, dabei kommen Medikamente (Lyse) oder auch eine Operation in Frage. Wichtig für den Therapieerfolg ist auch die frühe Rehabilitation in der Klinik.





Kontakt

BDH-Klinik Hessisch Oldendorf

Neurologisches Zentrum mit Intensivmedizin,

Stroke Unit und phasenübergreifender Rehabilitation
Greitstraße 18–28
31840 Hessisch Oldendorf
Telefon 0 51 52 / 7 81 - 0
Telefax 0 51 52 / 7 81 - 2 12


E-Mail



Rehabilitation nach Schlaganfall

 

Was kann nach einem Schlaganfall rehabilitiert werden?

 

Unter Rehabilitation versteht man alle Maßnahmen, die zur Wiedererlangung beeinträchtigter Funktionen nach ihrer Störung beitragen. Unter Neurorehabilitation versteht man gezielte Wiederherstellungsmaßnahmen aufgrund von Störungen des Nervensystems. Am bekanntesten ist Krankengymnastik oder Sprachtherapie. Durch eine neurologische Rehabilitation kann es innerhalb der ersten Monate nach einem Schlaganfall (Infarkt) in aller Regel zu einer wesentlichen Besserung der Symptome kommen. Nach 6 Monaten bis zu 1 Jahr sind die Erfolge bei der Rückbildung der Ausfälle geringer. Eine messbare Besserung nach 1 Jahr gibt es nur bei ganz wenigen Patienten. Dies gilt nicht gleichermaßen für Sprachstörungen.

Je nach Größe und Lokalisation der geschädigten Hirngebiete sind die zunächst bestehenden Funktionsausfälle unterschiedlich ausgeprägt. Je größer der anfängliche Ausfall, desto größer ist in der Regel das verbleibende Funktionsdefizit. Intakte Hirngebiete können in begrenztem Umfang die Funktion geschädigter Hirnregionen übernehmen. Diese Eigenschaft von Hirngewebe, neue Funktionen zu übernehmen, wird auch Plastizität genannt. Die neurologische Grundlagenforschung beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wo die Grenzen der Plastizität liegen und inwieweit man durch therapeutische Maßnahmen die Plastizität im Sinne der Verbesserung der Funktionsstörungen nutzen kann. Viele Erkenntnisse sind aus langjährigen Verlaufsbeobachtungen bisheriger Patienten bekannt: Rein einseitige Lähmungen haben eine bessere Prognose. Wenn gleichzeitig Sehstörungen, Sprachstörungen oder Gefühlsstörungen hinzutreten, ist die Prognose schlechter. Störungen der Sprache bei einem Schlaganfall können das Sprachverständnis, die Sprachproduktion oder auch beides betreffen. Im letzten Fall ist die Prognose ungünstiger. Ausfälle der Sehfunktionen bilden sich nicht so gut zurück wie die Schwäche einer Hand oder eines Beines, können aber therapiert werden.

Grundregeln der Rehabilitation nach Schlaganfall!

  • Die Rehabilitation sollte so früh wie möglich erfolgen. Die Plastizität des Gehirns kann besonders in der Frühphase nach einem Schlaganfall ausgenutzt werden. Auf modernen Schlaganfallstationen beginnt eine Behandlung mit Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie schon in den ersten Tagen nach dem Infarkt. 50-80% der Schlaganfallpatienten können nach 3-6 Monaten wieder laufen.
  • Eine wesentliche Aufgabe der Rehabilitation ist die Vermeidung von Komplikationen. So können z. B. Verkürzungen der Muskulatur (Kontrakturen) durch regelmäßige Krankengymnastik verhindert werden.
  • Die effizienteste Behandlung besteht in einem systematischen Training der ausgefallenen Funktionen. Dies geschieht zunächst unter ärztlicher Anleitung durch Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden, Pflegepersonal, Neuropsychologen und andere. Patienten mit schwereren Ausfällen sind besonders auf die Hilfe von Dritten angewiesen. Mit zunehmendem Heilungsverlauf muss die Eigeninitiative einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Wichtig ist, dass die Funktionsausfälle durch ständige Wiederholung der jeweiligen therapeutischen Übungen trainiert werden.
  • Von besonderer Bedeutung sind die eigene Motivation und der Eigenantrieb. Dies wird ganz wesentlich von der Stimmungslage geprägt. Bei einem großen Prozentsatz von Patienten mit Schlaganfall liegt eine Depression vor, zum einen bedingt durch die Krankheit selbst im Sinne einer reaktiven Depression, aber auch als Folge des Schlaganfalls. Durch gezielte medikamentöse Therapie kann die Stimmung wesentlich gebessert und der Rehabilitationserfolg beschleunigt werden.
  • Wichtig ist die Rehabilitation von gestörten sog. kognitiven Funktionen: In erster Linie handelt es sich hier um Sprachstörungen (Aphasien), aber auch um Gedächtnis- und Denkstörungen sowie Störungen des Lesens, Rechnens und Schreibens. Neben professionellem Training ist eine intensive Übung mit Angehörigen und Bekannten von besonderem Wert.
  • Eine spastische Lähmung lässt sich bis zu einem gewissen Grad medikamentös beeinflussen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Krankengymnastik.
  • Eine Blasen- und Stuhlentleerungsstörung kann erheblich zu einer Verminderung der Lebensqualität beitragen. Aufgabe der Neurorehabilitation ist es, durch kombinierte, medikamentöse, physikalische und gelegentlich chirurgische Therapie ein Optimum an Blasen- und Mastdarmfunktion wieder herzustellen.
  • Schluckstörungen sind von besonderer Bedeutung. Sie haben ihre Ursache in einer verminderten Bewegungsmöglichkeit von Lippen, Bakken, Zunge, Gaumen und Speiseröhre, aufgehobenem Schluckreflex und fehlerhafter Kehlkopffunktion. Diese zum Teil schwer zu behandelnden Störungen machen vielfältige Neurorehabilitationsmaßnahmen erforderlich.

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